25 Dezember 2011 - 20:30

Eine Menge von ultraorthodoxen Juden überfiel die Fernseh-Gruppe des zweiten israelischen Fernsehkanals in der Stadt Beit-Shemesh.

“Sie nannten uns Hasser Israels, schlugen uns mit Armen und beworfen uns mit Steinen“, - erzählte einer der Berichterstatter. Die Gruppe war gezwungen, die Polizei zu rufen und unter ihrem Schutz die Stadt zu verlassen.

 

Die Journalisten kamen nach Beit-Shemesh, um die Straßenzeichen aufzunehmen, die von der Diskriminierung gegenüber Frauen zeugen. Dies geschah gleich nach der Erklärung von Benjamin Netanjahu darüber, dass Israel ein liberales Land sei und es im Lande keinen Platz für Geschlechtersegregation gebe. Der Premierminister verlangte von Behörden auf allen Ebenen, Diskriminierungsplakate in religiösen Bezirken abzuschaffen.

Die Erklärung des Premierministers war die Reaktion auf eine Sendung des zweiten Fernsehkanals über ein achtjähriges Mädchen, das wegen Belästigungen und Beleidigungen seitens der ultraorthodoxen Juden Angst davor hat, in die Schule zu gehen, die 300 Meter von ihrem Haus entfernt ist. Die einheimischen ultraorthodoxen Juden bringen ihren Unmut mit ihrem weltlichen Äußeren zum Ausdruck und halten es für zulässig, z.B. auf das Kind zu speien, falls es nicht gemäß ihren Traditionen angezogen ist.